«

»

Wasserpflanzen im Aquarium

Grundsätzliches zu Wasserpflanzen im Aquarium

Wasserpflanzen im Aquarium © R. Schütz / pixelio.de

Wasserpflanzen im Aquarium
© R. Schütz / pixelio.de

Wasserpflanzen im Aquarium sind natürlich nicht nur schön anzusehen: Neben ihrem zweifelsfrei visuellen Nutzen haben sie – im Zusammenspiel mit Bakterien im Bodengrund – auch die Aufgabe, einen leistungsfähigen Reinigungskreislauf zu gewährleisten. Dabei nehmen die Ammonium sowie Nitrat auf, die durch Fischausscheidungen in das Wasser gelangen. Somit stellen die Wasserpflanzen im Allgemeinen die kontinuierliche Entgiftung des Wassers sicher.

Des Weiteren entziehen sie den Algen die Nahrungsgrundlage, wodurch sie deren ungewolltes Wachstum verhindern. Im Zuge der Photosynthese nehmen Wasserpflanzen im Aquarium Kohlendioxid auf und sorgen für eine Anreicherung das Wasser mit wichtigem Sauerstoff.

Darüber hinaus bieten Wasserpflanzen den Fischen im Aquarium Versteckmöglichkeiten. Somit wird dank der Wasserpflanzen Aquariumsbewohnern Stress abgebaut. Als Maßnahme zur effektiven Stressvermeidung sind Wasserpflanzen vor allem für Jungfische von großer Bedeutung, da sie Ruhe brauchen, um optimal wachsen und gedeihen zu können. In dieser Hinsicht spielt eine dichte Bepflanzung mit feingliedrigen Pflanzen eine wesentliche Rolle, da sie den jungen Tieren die idealen Verstecke zur Verfügung stellen.

Ernährung der Wasserpflanzen im Aquarium

Nicht nur die Fische, auch die Pflanzen im Aquarium wollen ernährt werden. Die Wasserpflanzen benötigen dafür Licht, das die Grundlage der Photosynthese darstellt. Dabei werden aus Kohlendioxid und Wasser Kohlenhydrate aufgebaut, die wiederum für das Pflanzenwachstum benötigt werden.

Das Kohlendioxid ist dabei notwendig, damit eine Pflanze in der Photosynthese organische Verbindungen für ihr Wachstum aufbauen kann. Mit anderen Worten ausgedrückt verbrauchen Wasserpflanzen im Aquarium Kohlendioxid. Dabei wird reiner Kohlenstoff aus der Verbindung mit Sauerstoff herausgebrochen, und Sauerstoff wird zu einem Abfallprodukt der Photosynthese.

Kohlendioxid – ein lebensnotwendiges Abfallprodukt

Bei Mensch und Tier entsteht Kohlendioxid als beim Atmen – ebenfalls als „Abfallprodukt“. Bei dem von den Fischen ausgeschiedene Kohlendioxid handelt es sich um eine vergleichsweise kleine Menge, die aber für Aquarien mit geringer Bepflanzung mit einem ebensolchen Wachstum im Allgemeinen ausreichend ist.

Generell entsteht in einem Aquarium aber zu wenig natürliches Kohlendioxid, zudem entweicht ein Teil davon durch die notwendige Wellenbewegung, die mittels Ausströmersteinen oder Filtern erzielt wird. Im Zuge des Prozesses der Photosynthese entsteht außerdem Sauerstoff, der für das Aquarienbiotop lebensnotwendig ist.

[adrotate banner=“1″]

Wichtige mineralische Nährstoffe für Wasserpflanzen im Aquarium

  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Schwefel
  • Kalium
  • Calcium
  • Magnesium

Stickstoff wird als Nitrat oder Ammonium von Pflanzen aufgenommen und dient dem Aufbau von Aminosäuren und Proteinen. Phosphor wird in Form von Phosphat aufgenommen. Nitrat und Phosphat sind durch Fischausscheidungen im Aquarienwasser vorhanden und fördern in zu hohen Konzentrationen das Algenwachstum.

Unverzichtbare Spurenelemente für Wasserpflanzen im Aquarium

  • Eisen
  • Kupfer
  • Mangan
  • Zink
  • Bor
  • Molybdän
  • Vanadium

Spurenelemente sind ebenso wichtig wie die mineralischen Nährstoffe. Eisen ist Bestandteil eines Chlorophyll aufbauenden Enzyms. Verfärben sich die Blätter gelb, dann liegt in den meisten Fällen ein Mangel an Eisen vor. Molybdän ermöglicht die Verwertung von Nitrat. Mangan und Vanadium spielen für Enzyme eine bedeutende Rolle.

Was passiert bei der Nährstoffaufnahme?

Großblättrige Wasserpflanzen im Aquarium nehmen die Nährstoffe über ihre gesamte Oberfläche auf. Eine Flüssigdüngung erleichtert dabei die Nährstoffaufnahme über die Blätter. Daneben kommt bei Wasserpflanzen im Aquarium auch der sogenannten Depotdüngung eine große Bedeutung zu. Sie sorgt für eine optimale Aufnahme von Nährstoffen über die Wurzeln.

Feinblättrige Arten nehmen Nahrung hingegen ausschließlich über ihre Blätter auf. Spezielle Flüssigdünger enthalten alle Nährstoffe in für Pflanzen verwertbarer Form. Die Wurzeln dienen der Aufnahme von Spurenelementen, die als Nährstoffdepot lagerfähig gemacht werden. Beispiele für Wasserpflanzen im Aquarium, die einen Großteil der Nährstoffe über ihre Wurzeln aufnehmen, sind sämtliche Anubias- sowie Echinodorus-Arten.